Quelle Wikipedia; dient vorerst als Fülltext

Basisdaten

Stadt: Mannheim
Fläche: 1,30 km²
Einwohner: 6.413 (31. Dezember 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 5.252 Einwohner je km²
Adresse der
 Stadtverwaltung: Rheingoldstr. 14
 68199 Mannheim
Bürgerservice: www.mannheim.de
Stadtteilseite: www.mannheim.de/almenhof

Almenhof ist ein Stadtteil von Mannheim im Stadtbezirk Neckarau um den 48er Platz herum mit ca. 7500 Einwohnern.

Lage

Der Stadtteil hat eine Verkehrsanbindung und Nahversorgung mit Geschäften, Ärzten und Kinderbetreuungseinrichtungen. Durch die direkt angrenzende Nachbarschaft zu Neckarau ist zudem eine Freizeit- und Vereinsstruktur gegeben. Die Nähe zum Rheinumfeld und dem Waldpark ermöglichen Erholung und Sport.

Geschichte

Auf den Wiesen und Äcker der Neckarauer Bauern wurden nach dem Ersten Weltkrieg die ersten Häuser erbaut. Der Name Almenhof geht auf einen örtlichen Gewannnamen zurück; am nördlichen Ende der heutigen Mönchwörthstraße befanden sich die „Almen“ (Wiesen). Die Gartenstadt-Genossenschaft nahm diese Bezeichnung auf und beschloss 1921 auf den ehemaligen Wiesen eine Siedlung zu bauen, die sie Almenhof nannte. Es war die Anfangszeit der Weimarer Republik und die Revolutionäre von 1848 waren Namensgeber für den 48er Platz inmitten des Almenhof. Auch die Namen der neu geplanten Straßen im Almenhof sollten ausgewählten Protagonisten Tribut zollen, da Valentin Streuber, Lorenz Brentano oder Friedrick Hecker selbst Mannheimer waren.

Markuskirche in Mannheim-Almenhof
Ab Juni 1921 baute man zunächst 50 Einfamilienhäuser in der Mönchwörthstraße. Nach der Weltwirtschaftskrise wurde die Siedlung stark erweitert und im Zuge dessen der Giessen, ein Rheinarm der den jetzigen Almenhof durchquerte, zugeschüttet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Stadtteil großflächig zerstört und musste wieder aufgebaut werden. Die ehemaligen Luftschutzbunker dienten damals zuerst als Kriegsgefangenenlager, danach als Notunterkunft für heimatlose Jugendliche. Noch heute werden Besichtigungen der historischen Bunkeranlage am 48er Platz angeboten.

Im Jahre 1944 brannte die Ende der 1930er Jahre erbaute Markuskirche mit ihrem weithin sichtbaren Turm aus. Sie wurde 1951 wieder aufgebaut und ist bis heute als auffälliges Wahrzeichen im Almenhof erkennbar.

 

Politik

Almenhof ist in den Stadtbezirk Neckarau eingegliedert. Neckarau hat einen aus zwölf Mitgliedern bestehenden Bezirksbeirat. Er ist zu allen wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Fragen zu hören. Die Entscheidungen trifft aber letztlich der Gemeinderat der Stadt Mannheim.

Kirchen

Auf dem Almenhof gibt es zwei evangelische und eine katholische Kirche. Die Markuskirche entstand 1938 nach den Plänen von Max Schmechel und die Lukaskirche schuf 1967 Carlfried Mutschler. Die Maria-Hilf-Kirche galt bei ihrer Einweihung 1954 als eindrucksvollster katholischer Bau der Mannheimer Nachkriegszeit.

Der 48er Platz

Das Herzstück des Almenhofs bildet der 48er Platz als zentraler öffentlicher Sport- und Spielplatz. Eltern- und Bürgerinitiativen setzen sich seit Jahren für seinen Erhalt ein und unterstützen die Anlage mit Spenden und sozialem Engagement. Der 48er Platz bietet neben einem Sportplatz mit Aschenbahn zwei Spielplätze, eine große Rasenfläche, eine Boulebahn, einen Basketballplatz, zwei Tischtennisplatten und eine Skate- und Hockeyfläche. Der 48er Platz hat sich zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Jedes Jahr findet dort das 48er-Fest, ein Stadtteil-Fest, mit über 1000 Besuchern statt.[2] Eine Bürgerinitiative hat sich gebildet, um die Pläne der Stadtverwaltung, den alten Bunker abzureißen und den Platz zu bebauen, zu verhindern.[3][4]

Search